Schönheitsideale sind kein harmloser Trend

Aus psychologischer Sicht wirken sie wie ein leises, aber dauerhaftes Hintergrundrauschen, das insbesondere Jugendliche prägt – oft stärker, als ihnen oder ihrem Umfeld bewusst ist. In einer Lebensphase, in der Identität, Selbstwert und Körpergefühl noch im Aufbau sind, treffen gesellschaftliche Erwartungen auf eine besonders verletzliche innere Struktur.

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Sucht und Suchtverlagerung

Sucht ist ein Begriff, der in der öffentlichen Wahrnehmung oft mit extremen Formen von Abhängigkeit verknüpft wird, doch psychologisch betrachtet beginnt sie weit früher und subtiler. Sie wurzelt in inneren Spannungszuständen, ungelösten Konflikten oder Bedürfnissen, die nicht auf gesunde Weise befriedigt werden. Wenn der Mensch etwas findet, das kurzfristig Erleichterung verschafft – eine Substanz, ein Verhalten oder sogar eine bestimmte Situation –, entsteht ein Lernprozess, der das Gehirn darauf konditioniert, dieses Mittel immer wieder zu suchen. Die Entlastung wird zu einem verführerischen Versprechen, und obwohl das Gewählte selten langfristige Zufriedenheit bringt, etabliert sich ein Muster, das schwer zu durchbrechen ist. Sucht ist in diesem Verständnis nicht nur ein extremes Fehlverhalten, sondern ein psychologischer Mechanismus, der sich aus dem Zusammenspiel von Emotionen, Erwartungen und neurobiologischen Prozessen bildet.

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Binge

Binge-Verhalten ist in der psychologischen Betrachtung ein Phänomen, das weit über das reine Übermaß hinausgeht. Es beschreibt nicht nur das Zuviel an Essen, Serien, Einkäufen oder digitalen Reizen, sondern vielmehr den inneren Zustand, der Menschen in solche Episoden treibt. Bingeing ist kein Ausdruck von Genuss, sondern ein Ausdruck von Überforderung. Es entsteht dort, wo Gefühle zu groß, zu diffus oder zu schwer auszuhalten sind und wo Strategien fehlen, um mit ihnen konstruktiv umzugehen. Die betroffene Person erlebt eine innere Spannung, die nach Entladung verlangt, und das gewählte Verhalten bietet genau diese kurzfristige Erleichterung. Doch die Entlastung ist nur eine Illusion, die der Psyche einen Moment Ruhe verschafft, während die Ursachen im Hintergrund weiterwirken.

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Zeitdruck und die stille Eskalation innerer Spannung – ein psychologischer Blick

Zeitdruck ist zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Termine, Deadlines, To-do-Listen und ständige Erreichbarkeit vermitteln das Gefühl, dass nie genug Zeit bleibt, um allem gerecht zu werden. Aus psychologischer Sicht ist dieser Druck nicht nur eine organisatorische Herausforderung, sondern vor allem ein emotionaler und körperlicher Stressor, der das Spannungsniveau des gesamten Organismus kontinuierlich erhöht.

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Gezügeltes Essverhalten – Wenn Kontrolle zum ständigen Begleiter wird

Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es ist eng verknüpft mit Emotionen, Erinnerungen, sozialen Erfahrungen und dem eigenen Körperbild. In einer Gesellschaft, die stark von Schönheitsidealen und Leistungsdenken geprägt ist, rückt das Essverhalten jedoch zunehmend in den Fokus von Kontrolle, Disziplin und Selbstoptimierung. Gezügeltes Essverhalten beschreibt aus psychologischer Sicht genau diesen Umgang mit Nahrung: das bewusste Einschränken und Regulieren des Essens mit dem Ziel, Gewicht zu reduzieren oder bestimmte Körperideale zu erreichen. Was zunächst wie ein gesundes Maß an Achtsamkeit erscheint, kann langfristig zu einem gestörten Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper führen.

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ADHS bei Kindern – Wenn die Welt zu laut, zu schnell und zu viel wird

ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – ist mehr als nur eine Phase der Unruhe oder Zerstreutheit. Aus psychologischer Sicht handelt es sich um eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die die Art beeinflusst, wie ein Kind denkt, fühlt und handelt. Doch wie erkennen wir, ob ein Kind einfach lebhaft und impulsiv ist – oder ob hinter dem Verhalten tatsächlich ADHS steht?

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Wenn die Angst übernimmt – Ein psychologischer Blick auf Ängste und Panikattacken

Angst ist ein grundlegendes menschliches Gefühl. Sie schützt uns, warnt uns vor Gefahren und mobilisiert Kräfte, wenn wir schnell handeln müssen. Aus psychologischer Sicht ist Angst daher keineswegs negativ, sondern eine wichtige Überlebensfunktion. Problematisch wird sie jedoch dann, wenn sie übermächtig wird, wenn sie sich verselbstständigt oder in Situationen auftritt, die objektiv keine Bedrohung darstellen. Besonders eindrücklich zeigt sich das bei Panikattacken – plötzlichen, intensiven Angstanfällen, die scheinbar aus dem Nichts auftreten und Betroffene in einen Zustand absoluter Hilflosigkeit versetzen.

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Zwänge, innere Anspannung und der Umgang mit Unsicherheit – ein psychologischer Blick

Zwänge sind für viele Menschen ein stiller, oft schambehafteter Begleiter. Sie äußern sich in ritualisierten Handlungen oder belastenden Gedanken, die sich gegen den eigenen Willen aufdrängen und nur schwer kontrollierbar erscheinen. Ob es das ständige Händewaschen ist, das wiederholte Kontrollieren von Türen oder Herden, das Zählen von bestimmten Dingen oder aufdringliche Gedanken, die nicht mehr loslassen – der Zwang nimmt im Alltag zunehmend Raum ein. Aus psychologischer Sicht ist er jedoch nicht einfach ein "seltsames Verhalten", sondern Ausdruck tiefer innerer Prozesse, die häufig mit erhöhter Anspannung und Unsicherheit verknüpft sind.

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Achtsames Essen – Die Rückkehr zur inneren Verbindung

In einer Welt, die von Schnelligkeit, ständiger Verfügbarkeit und permanentem Reizüberfluss geprägt ist, erscheint Essen oft nur noch als Mittel zum Zweck. Es wird nebenbei erledigt, zwischen Meetings, im Auto oder vor dem Bildschirm. Nahrung dient der Funktion, nicht dem Erleben. Genau hier setzt der psychologische Ansatz des achtsamen Essens an – eine Praxis, die nicht nur das Verhältnis zum Essen, sondern auch zu sich selbst grundlegend verändern kann.

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Selbstliebe und Selbstakzeptanz – Der Schlüssel zum heilsamen Umgang mit uns selbst

Selbstliebe ist ein Wort, das oft mit warmen Bildern von Achtsamkeit, Badewannen und Affirmationen verbunden wird. Doch hinter diesem Begriff steckt weit mehr als ein angenehmes Gefühl oder ein Akt der Selbstfürsorge. Aus psychologischer Sicht beschreibt Selbstliebe vielmehr eine grundlegende Haltung gegenüber sich selbst – eine innere Beziehung, die darüber entscheidet, wie wir mit uns umgehen, wie wir denken, fühlen und handeln.

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